Hallo und Willkommen

Das Netzwerk für Kultur- und Jugendarbeit e. V. ist ein freiwilliger Zusammenschluss von vorwiegend gemeinnützigen Vereinen, Verbänden und Initiativen in Chemnitz. Auf diesen Seiten erfahren Sie mehr über unsere Arbeit und Ziele.

Neuigkeiten

Dachverbandsarbeit kennenlernen - Praktikumsausschreibungen im Netzwerk

Das Netzwerk für Kultur- und Jugendarbeit e.V. bietet  ab Ende August/Anfang September 2018 je ein einen Praktikumsplatz (Pflichtpraktikum in Teilzeit).

Mehr Informationen in den Ausschreibungen:

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"Jugend trifft Politik" geht in die zweite Runde!

Auch dieses Jahr wird wieder "Jugend trifft Politik" stattfinden. Aktuell freuen wir uns über alle Personen, Einrichtungen und Vereine die mitwirken wollen. Ein erstes Treffen wird in der Woche vom 18.-22. Juni stattfinden. 

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Bericht zu "Hochkonjunktur für kulturelle Bildung - alles ist gut?"

Fachlich wurde in der Heinrich-Budde-Villa (ein Ort, der die Assoziation mit einer echten Gründerzeit-Villa verdient) am 05. März 2018 vom LKJ ein sehr ansprechendes Programm mit spannenden Referent*innen und aktuellen Themen geboten. Der Aufbau der Tagung war sehr locker mit Vorträgen, Vorstellung von Best-Practice-Beispielen, gut gesetzten Pausen und einem partizipativen Nachmittagsprogramm mit World-Café-Runden.

Es ging u.a. um zeitgemäße Angebote für Jugendliche, Prof. Susanne Keuchel von der Akademie für kulturelle Bildung in Remscheid suchte aus globalisierungs- und digitalisierungskritischer Sicht über die Analyse der Ökonomisierung der Kultur (Technokratisierung, Liberalisierung, Wettbewerb und Effizienz sowie Globalisierung) den Zugang zu den „Herausforderungen für die Kulturelle Bildung in postglobalen und postdigitalen Zeiten“. Sie stellte u.a. provokant mediale und klassische kulturelle Vermittlungsangebote gegenüber und suchte so die Annäherung an die Interessen der Jugendlichen, die nicht mehr zwischen analog und digital unterscheiden. Die zentrale Frage am Ende war, welche Möglichkeiten der Intervention uns bleiben, um das Entwicklungspotential zu fördern. Wie gestalten wir als Akteur*innen gegenüber den Jugendlichen aber auch in unseren Einrichtungen den gesellschaftlichen Diskursraum für die Gestaltung des Lebensraumes, wie entwickeln wir Gestaltungswissen statt Kompetenzwissen, wie sensibilisieren wir für die analogen und digitalen Erfahrungswelten, wie binden wir die Expertisen der jungen Leute ein.

Prof. Dr. Daniel Haun vom Zentrum für die Entwicklung der frühen Kindheit an der Universität Leipzig reflektierte die Konsequenzen einer kulturpolitischen Marginalisierung kultureller Bildung aus entwicklungspsychologischer Perspektive anhand anschaulicher Ergebnisse seiner Forschungen. Mit meinen Worten auf den (vielleicht unzulässig verkürzten) Punkt gebracht: (junge) Menschen sind im Vergleich zu anderen Primaten viel stärker in soziale Zusammenhänge eingebunden und viel abhängiger von einer kultureller Bildung als sie durch Kreativität ausgleichen könnten.
Prof. Dr. Johannes Bilstein vom Rat für kulturelle Bildung stellte (sich) die Frage nach der Legitimation von Kultureller Bildung und ging dabei auf Qualifikation, Kompensation, Reproduktion und Sinnstiftung ein. Ein Argumentationsstrang, der mir so wichtig schien, dass ich Ihn mir gemerkt habe: das deutsche Bildungssystem ist so intransparent und selektiv, dass Kinder aus bildungsfernen Schichten weltweit die schlechtesten Chancen haben. Das ist volkswirtschaftlich und demokratisch nicht vertretbar und wiederspricht dem Anspruch der Grundversorgung mit Bildung. Dem zu begegnen müsse die Wertschätzung der Kultur(ellen Bildung) gesteigert werden als wichtigster Einflussfaktor.

Neben den wertvollen Einblicken in wunderbare Beispielprojekte aus Sachsen u.a. vom TanzArt Atelier aus Schirgiswalde-Kirschau, dem Second Attempt e.V. aus Görlitz und vom Kulturbahnhof in Markkleeberg (Einblicke in die Best Practice-Beispiele gibt es unter TanzART – Atelier für Tanz,
Bewegung und Kunst (Anne Dietrich) und unter Second Attempt (Christian Thomas)) folgten bei den World-Café-Runden kurze individuelle Einblicke und Austausch zu Perspektiven auf das eigene Verständnis von kultureller Bildung.

Abschließend fragte eine passend besetzte Podiumsrunde nach der Deutungshoheit über die KB, die sich in Sachsen eindeutig über die Förderentscheidungen auf Landes-und kommunaler Ebene entscheiden lässt. Stichworte und Fragen waren: Übersetzung von Soft-Skills in Zahlen, Mobilität in großen Räumen, Probleme durch Doppelförderungsausschluss in Sachsen, die Verzögerung der Veröffentlichung des Konzeptes „kulturelle Bildung“. Zu letzterem kam die Information, dass es wahrscheinlich im Oktober 2018 erst beschlossen/veröffentlicht wird, es beinhaltet 43
Einzelmaßnahmen und ist auf drei Doppelhaushalte ausgerichtet. Fünf Leitziele sind definiert: Teilhabegerechtigkeit, Kooperation und Partnerschaft, Erarbeitung eines Qualitätsrahmens, Aus- und Fortbildungen. Eine Information aus dem SMWK mit Zukunftsperspektive in der Förderung zumindest erleichternd aus Trägersicht, wenn es auch auf andere Bereiche ausstrahlt – weg vom kurzfristigen (Modell)Projekt, hin zu verstetigenden Strukturen, die „ins Land hinauswachsen können“.

Akute Bauchschmerzen bereitet der LKJ derzeit eine faktische Kürzung der Mittel für die kulturelle Bildung aus dem SMS (zugunsten politischer Bildung) und die veröffentlichten Pläne des Landesregierung zur Kürzung der Unterrichtsfächer Kunst und Musik ab dem Sommer 2019 (Verantwortungsbereich SMK). Hier kann aus der gesamten sächsischen Perspektive der LKJ betrachtet ein gemeinsames Agieren der Bereiche Kultur und Jugendhilfe Gutes bewirken, man darf sich, wenn es hart auf hart kommt, nicht nur auf den eigenen Bereich und seine Grenzen besinnen. Ein Grund mehr, warum ein fachübergreifendes Konzept entstehen muss, was sowohl bereichsübergreifende Förderung als auch eine breite Fassung des Begriffs kulturelle Bildung mit vielen Anschlussmöglichkeiten an bestehende Arbeitsfelder umfasst.

Einen Tagungsbericht der LKJ selbst gibt es hier.

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Frohe Oster-Überraschung im Netzwerk: Wir ziehen um!

Kurzfristig sind wir telefonisch vorraussichtlich erst ab 05. März 2018 wieder zu erreichen.

 

Neue Adresse:

Netzwerk für Kultur- und Jugendarbeit e.V.

Moritzstraße 19 (Aufgang b)

09111 Chemnitz

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